Burger mit Rehbraten, Cranberry – Chili Salsa, karamellisierten Zwiebeln und Orangencreme


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Resteverwertung ist ja normalerweise ein eher leidiges Thema, lässt der hehre Zweck doch oft selbst kulinarische Schauermärchen erstaunlich vertretbar erscheinen.
Ich denke da an diverse Resteaufläufe der Oma, höchst-suspekte Pastasaucen, oder auch die mir unverständlichen Angewohnheit Mr. Kanadas aus alles Essen-Resten immer eine Eierspeise zaubern zu wollen.
Es gibt aber auch Dinge, von denen kann einfach nicht genug überbleiben!
 Und an erster Stelle steht hier ganz klar : Der Braten !
 Nein, vom Sonntagsbraten schlagen wir uns bewusst nie den Magen voll, denn wenns um Bratenreste geht, wird die Verwertung  zum kulinarischen Spielplatz.
So bin ich in den letzten Monaten zB. ein ziemlicher Fan von pulled pork  Burgern geworden.
Aber auch alle andere kalte Braten werden bei mir meist in fancy Sandwichkreationen eingebunden.

In der Wirtschaft meiner Familie gibt es einmal im Jahr für den Jagd-Verein ein fettes Reh-Essen mit anschließender Tortenschlacht.
Klar, dass ich da sowas von auf der Matte stehe!
Und da ich dabei nicht nur heimlich Torte schlemme und an Knochen nage, sondern auch zusammen mit Muttern die ganze Küche schmeiße, springt immer ein rieeesen Doggy -Bag heraus!
Auch dieses Mal!
Diese Woche hatte ich also das Vergnügen die Reste eines gigantischen Rehbratens auf möglichst raffinierte Weise in ein Brötchen zu packen.

Es gibt einen Ciabatta Burger mit Rehbraten!!!! Schon mal gegessen? Ich auch nicht!

Die Geschmackskombination dieses  Burgers ist ganz klar an der klassischen Anrichte-Weise der Wirtschaft meiner Family orientiert: Schön lecka Preiselbeeren auf ner XXL Orangenscheibe.

Die selbstgemachte Cranberry Sauce bekommt durch das Kochen der Früchte in Weißwein eine edle Säure. Ein Hauch Chili hebt die rubinrote Salsa zu einem absoluten Geschmackserlebnis empor.

Einfach perfekt zu Wild!

 

Ja, so ein Rehfleisch-Burger ist schon eine feine Sache

 

Die aus saurer Sahne, Majo und Orangenschale angerührte Creme sorgt für einen milden Kontrapunkt zu der fruchtig-scharfen Salsa und bringt alle Aromen zusammen, während sie dem ganzen noch eine erfrischende Zitrus-Note hinzufügt.

 

 

 

Und wie entlockt man den Essern dann das Höchstlob?
Das von genüsslichem Augenrollen und Schmatzgeräuschen begleitete „Woahhh,…geil!“ ???
 Na klar: Mit ner schönen Ladung karamellisierter Zwiebeln on top!

 

 

Hm…die Chili-Cranberry Salsa macht, im Kontrast zu der Orangencreme, farblich schon was her!
Aber hilft nichts:  Drauf mit dem Deckel.

 

 

 

Orangen, Cranberries, Röst-Zwiebel und  zartes Rehfleisch: Ein Burgern voller Wohlfühl-Aromen! Für mich als Wild-Fan, ist dieser Reh – Burger genau das richtige!
Kann ich auch euch dafür begeistern?

Für 4 Personen braucht ihr:
4 Mini Ciabattas oder Baguettes
4 Scheiben (ca 500 -600 g) Rehbraten, in mundgerechte Stücke geschnitten.
Etwas Feldsalat

Für die Orangen-Creme:
1 Becher saure Sahne
2 El Mayonaise /alternativ: Schmand
Schale einer Orange
1/2 – 1 Tl Zucker
Salz, Pfeffer nach gusto

Alle Zutaten zu einer glatten Creme rühren.

Für die karamellisierten Zwiebel:

2 Zwiebel
2 El Öl + 2 Tl Butter
1 El Zucker

Die Zwiebel in feine Ringe schneiden und ca 7 Minuten in dem Öl und der Butter anrösten. Den Zucker einstreuen und mindestens 10 Minuten karamellisieren lassen. Werden die Zwiebel zu schnell zu trocken, hilft es, etwas Wasser/Balsamico hinzuzufügen.

Für die Cranberry-Chili Salsa
adaptiert von BBC GoodFood

175 ml Weißwein
100g Zucker
1 rote Chilischote
300 g gefrohrene oder frische Cranberries /alternativ: Preiselbeeren

Zucker und Wein in einem Topf zum kochen bringen. Chili hacken und mit den Cranberries zu dem Siprup geben. Die Hitze reduzieren und 10 Minuten sanft vor sich hinköcheln lassen.
Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

So, nun müsst ihr nur noch die einzelnen Bestandteile zusammenbauen. Also Brötchen halbieren, dann Fleisch, dann Orangencreme, dann Cranberry Salsa, und zum Schluss eine schöne Portion Zwiebeln.

Guten Hunger ihr Lieben!

Seid geherzt,
Kiki

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3 Kommentare

  1. na, und wie du mich dafür begeistern kannst…
    diese einzelnen Teile klingen für sich allein schon wow!!! und erst zusammengebaut,
    kann ich mir gut vorstellen!
    Aber jetzt weiß ich woher du dein Talent hast mit einem Gasthaus im Hintergrund,
    lg

    • Danke liebe Friederike ! :-) Ja, so ein bisschen Gastronomen-Blut fließt wohl schon in meinen Adern . Aber auf die Karte würde es wohl keine meiner Kreationen schaffen :-) Das gehts nämlich noch so richtig traditionell zu und meine Sachen sind dann doch ein bisschen zu "gspinnat" für das Klientel ! Zumindest was das Herzhafte angeht..bei Nachspeisen ist nämlich selbst der urigste Bayer erstaunlich aufgeschlossen …aber da hat "Mann" ja auch schon ein Schnitzel intus und ist eh schon befriedet :-) Hach, aber die Wirtschaft ist schon gut so, wie sie ist. Aber eines Tages würde ich schon gerne mein eigenes kleines Café haben. Mal sehen, vielleicht klappt das ja mal mit dem Lotto
      Vlg Kiki

  2. Boah, Kiki! Also das hätte ich jetzt gern, egal, ob erst kurz vor 9:00 ist :-)
    Also das mit dem eigen ist auch so ein kleiner Traum von mir *hihi
    Hab einen schönen Sonntag! Liebste Grüße, Kimi

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